Baubeschreibung

Erdarbeiten und Bodenplatte

 

Die Gründung des Objektes erfolgt auf Streifenfundamenten & bewehrter Bodenplatte. Der Baugrund muss eine zulässige Sohlenpressung von mind. 150 kN/m² erreichen (normal).

Umlaufend wird unter den tragenden Außenwänden und unter den tragenden Innenwänden ein Streifenfundament nach Vorgaben der statischen Berechnungen ausgehoben und mit Transportbeton der Güteklasse C 25/30 ausgeführt.

Im Streifenfundament wird ein verzinkter Bandstahl, als Potentialausgleich eingelegt. Die Anschlussfahne endet im Hauswirtschaftsraum zum Anschluss an die Elektroanlage. Vor Ausführung der Bodenplatte wird eine zugelassene Sauberkeitsbahn verlegt und die Bewehrung nach Statik verarbeitet. Das Betonieren der Bodenplatte erfolgt mit Transportbeton der Güteklasse C 20/25 und wird mit mechanischen Rüttlern verdichtet und rau abgezogen. Nach Fertigstellung der Rohbauleistungen wird vor Beginn der Ausbauleistungen eine Feuchtigkeitsabdichtung nach DIN18533W1.1-E mit einer Bitumen-Schweißbahn nach DIN52131 ausgeführt.

In der Bodenplatte werden die notwendigen Leerrohre für das Abwasser und für die Einführung der Medien verlegt. Die Grundlage dafür bildet der vorab erstellte Leerrohrplan in Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Fachgewerken.

In einigen Bundesländern werden spezielle Leerrohre für Gas, Strom und/oder Wasser oder vorgefertigte Mehrsparten-Hauseinführungen vom Versorger vorgeschrieben und müssen verwendet werden. Diese sind von der Bauherrenschaft vor Baubeginn kostenfrei bereit zu stellen. Die eingebauten Leerrohre enden auf kürzestem Wege direkt an der Außenkante der Bodenplatte in der erforderlichen Tiefe. (zwischen 80 cm – 150 cm ab Oberkante Gelände)

Nicht enthalten sind Anforderungen die aus Prüfstatiken und örtlichen Besonderheiten resultieren, Sondergründungen bei Hanglagen, Fels, Grund- & Schichtenwasser, Lehmboden oder Unterfangungen sowie Wasserhaltung. Mehrkosten entstehen durch die Abfuhr und Entsorgung des Oberbodens & des Aushubes sowie bei kontaminierten, verunreinigten oder anders belasteten Aushub. Bei der Kalkulation der Erdarbeiten wird von einer Fertig-Fußbodenhöhe im Erdgeschoss von max. 16-18 cm über dem Geländeniveau ausgegangen.  Je nach Grundstückstopographie, Bodenbeschaffenheiten und Tragfähigkeit kann es zu Zusatzkosten kommen. Für diese Zusatzleistungen kann auf Grundlage des Baugrundgutachtens ein Angebot erstellt werden.